Videointerview: Toni Pohl–Mastering Office 365 Development

ToniPVBeitragSo, kommen wir zu den Entwicklern in meiner Videoreihe zu der Office 365 Konferenz (09.-10.01.2015 in den Räumen von Microsoft Köln) und wir starten mit Toni. Sein Thema: Mastering Office 365 Development. In seinem Vortrag ging es darum Office 365 aus der Sicht des Entwicklers zu betrachten. Er findet, dass Software as a Service ein spannendes Thema ist. Sein Schwerpunkt lag darin, wie der Developer an die Funktionen von Office 365 andocken kann, um so die eigenentwickelten Apps zu bereichern oder Anpassungen für den Kunden vorzunehmen.

Die größte Herausforderung bei Office 365 aus der Sicht des Entwicklers?

Unternehmen verfügen über viele eigenentwickelte Lösungen, die sie weiterhin gerne benutzen möchten. Die Akzeptanz von Office 365 in den Firmen und die hybriden Installationen führen zu dem Bedarf, die Inhouse-Entwicklungen an die Cloudservices anzupassen und das ist ein längerer Prozess. Ich finde, er wirft hier ein wichtigen Punkt auf. Gerade im Mittelstand, kann ein Unternehmen nicht von heute auf morgen in die Cloud wechseln. Aus technischer Sicht klappt das. Aber es gibt etablierte Prozesse, die beachtet, integriert oder umgestellt werden müssen. Ein Unternehmen das frisch mit der IT startet oder aufrüstet, um die Möglichkeiten, die Office 365 bietet zu nutzen, hat es da einfacher.

Toni ist zwei zwanzig Jahren Entwickler. Für die Cloud Lösungen bereitzustellen, bedeutet auch für die Developer eine Umstellung. Die Cloud zwingt zur Standardisierung, gleichzeitig müssen neue Einflüsse auf die Programmierung beachtet werden z.B. das Throttling frei übersetzt “das Drosseln des Durchflusses”. Oder mit einem Beispiel: Die Abfrage einer App konsumiert 50.000 Datensätze und jetzt meldet der Dienst zurück: “Hey du musst eine Pause einlegen, bevor die weitere Datensätze abrufen darfst.” So gibt es viele Kleinigkeiten, die im ersten Moment gar nicht ins Auge fallen, bei der Programmierung, aber zu beachten sind. Dafür stehen neue Möglichkeiten zur Verfügung, von denen ein Entwickler nur Träumen kann. So braucht er sich z.B. keine Gedanken über Storage zu machen. Er nutzt das Cloud Angebot, startet mit einem Low-cost Ansatz und steigt der Bedarf, erhöht er einfach den Speicherplatz.

Ein weiteres Thema, was die Entwickler beschäftigt ist die Sicherheit. Die Nutzung der Cloud Services führt zu erhöhten Anforderungen. Die Kommunikation zum Internet läuft nur über https. Alles anderer lehnen die Dienste ab. Genauso muss man sich Gedanken zum Identity Management machen. Ich finde das eine großartige Entwicklung, denn jede Software, auch die, die nur auf dem eigenen Serversystemen läuft, kann zu einem Angriffsziel mutieren, werden die Sicherheitsthemen nicht beachtet.

Zwei Jahre in Folge ist Toni nun MVP für Windows Platform Development. Grundsätzlich sieht sich Toni aber als ein Generalist, der für Alles Programme entwickelt. Zusammen mit Martina Grom (MVP für Office 365) führt er das Unternehmen www.atwork.at mit dem Schwerpunkt auf Office 365 und Azure Development, eben alles rund um die Cloud Szenarien.

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Kerstin Rachfahl
 

Kerstin Rachfahl ist Internationale Betriebswirtin (IBS) und eine der geschäftsführenden Gesellschafter der Rachfahl IT-Solutions GmbH. Sie ist für den kaufmännischen Bereich des Unternehmens verantwortlich. Ihre Themen in den Blogs sind Cloud Computing und Microsoft Lizenzierung.

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