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Videointerview: René M. Rimbach Bereitstellung von Office 365 in einer VDI Umgebung

ReneRVideoViele Unternehmen setzen Thin-Clients im Unternehmen ein. Auf einem Server werden die Office Anwendungen zentral zur Verfügung gestellt und über die Remotedesktopservices kann der Benutzer das Office benutzen ohne die Software lokal auf seinem Rechner zu installieren. In seinem Vortrag auf der Office 365 Konferenz, die vom 09.-10.01.2015 in Köln in den Räumlichkeiten von Microsoft stattfand, widmete sich René diesem Thema. René gehört zum Microsoft Student Partner Programm und neben den Schulung, sowie Zertifikate, die die Studenten erwerben können ist es ihre Aufgabe, ihr erworbenes Wissen an die Kommilitonen weiterzugeben. Mit den ersten Schritten in die Selbstständigkeit mit der Rimbach IT-Systems arbeitet er nun für mittelständische Unternehmen. Was macht das Thema VDI noch so spannend? Zum einen ist es die Lizenzierung auf die die Kunden im Zusammenhang mit Office 365 acht geben müssen. Nur noch ab dem E3 Plan oder mit Office Pro Plus ist es mögliche die Lizenzen über Remotdeskoptdienste zur Verfügung zu stellen.

Hier erwischt mich immer die veränderten Namen. VDI ist die Virtuelle Desktop Infrastructure, ein Begriff, den wir vor allem in Umgebungen finden, wo Citrix eingesetzt wird. Als Remotdeskoptdienst wird der frühere Terminaldienst von Microsoft bezeichnet. Der Zugriff auf eine anderen Rechner/Server über den eigenen Client. Wichtig ist, in beiden Fällen wird das Office zentral zur Verfügung gestellt ohne das die Software auf dem Rechner, der Office nutzt, installiert wird. Ich muss bei der Installation von Office für eine VDI verschiedenes beachten. Welche Probleme auftreten können und wie ein solche Umstellung am optimalsten geplant werden kann, war ein Schwerpunkt bei dem Vortrag von René.

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Das Youtube-Video:

Videointerview: Michael Kirst-Neshva Sicherheit durch die Cloud mit Office 365 und Azure

Immer wieder hören wir als Kritik, dass die Cloud keine sichere Lösung ist. Wer sich wie Michael, im Umfeld großer Unternehmen bewegt, empfindet das anders. In seinem Vortrag auf der Office 365 Konferenz, die vom 09.-10.01.2015 in Köln in den Räumlichkeiten von Microsoft stattfand, zeigte Michael auf, wie die Cloud für mehr Sicherheit im Unternehmen genutzt werden kann. Doch zuerst einmal, klären wir den Zusammenhang zwischen Office 365 und Azure. Azure ist eine Plattform die verschiedene Dienste anbietet (jede Menge sogar davon), genauso ist Office 365 eine Plattform mit Diensten, die über das Internet zur Verfügung stehen. Die Benutzerverwaltung von Office 365 ist ein Dienst, der in Azure läuft. Genauso Active Directory Premium oder das Rights Management, auf das wir mit Office 365 zugreifen bzw. welches wir dazu buchen können.

MichaelKVideoWas sind denn Dienste oder Funktionen mit denen ich mehr Sicherheit in der Cloud erhalten kann? Das sind z.B. die Mulitfaktorauthenifikation, der Azure Applikation Proxydienst, dedizierte Gruppe, Data Loss Preventation, Encryption und vieles mehr, was bereits da ist oder noch kommt. Wichtig ist, dass die Benutzer Schrittweise an das Thema Sicherheit herangeführt werden. Alternative übernimmt das der Administrator, indem er eine Regel anlegt, dass bestimmte Informationen, die das Unternehmen verlassen grundsätzlich verschlüsselt werden. In diesem Fall schickt der Benutzer eine E-Mail einfach los und durch die DLP Regel wird die E-Mail automatisch verschlüsselt. Eine andere Möglichkeit sind Templates, die für Outlook vorbereitet werden können und die dem Benutzer zur Verfügung stehen, wenn er Sicherheitssensible Daten per E-Mail übermitteln möchte.

Möchte ein Unternehmen die bekannten Technologien im Unternehmen ohne Clouddienst einsetzen, sind Investitionen notwendig. Hardware und Software muss gekauft werden. Der Einbau in die Infrastruktur, die Pflege, die Schulung der Administratoren und der Benutzer stehen ebenfalls auf der Kostenseite. Das ist der Grund, weshalb viele Unternehmen sich inzwischen Office 365 genauer ansehen. Office 365 bietet eine fertig installierte Plattform, in der diese Funktionen aktiviert werden, damit sie der Benutzer verwenden kann. Der Aufwand für den Administrator ist überschaubar. Es geht vor allem um das Verständnis der Funktionen, wo diese im Unternehmen sinnvoll eingesetzt werden und welche Konsequenzen es auf die Arbeitsabläufe hat. Was Michael begeistert ist, dass das Active Directory Premium jetzt, ab einem E3 Plan, dazu gebucht werden kann. Vorher war diese Option nur für Kunden mit einem Enterprise Agreement einsetzbar.

Verschlüsselung der Daten on Rest in den Rechenzentren von Microsoft ist eine Erweiterung des Office 365 Services, der ohne viel Aufsehen hinzugekommen ist, für alle Kunden und es basiert auf der BitLocker-Technologie. Dabei geht es darum, dass Daten auf einer Festplatte verschlüsselt abgelegt werden, so dass diese auch bei einem Zugriff auf die Hardware nicht entschlüsselt werden können. Davon unabhängig ist, dass die Daten, die Benutzer hoch oder runterladent z.B. in einer SharePoint Bibliothek verschlüsselt werden müssen, wenn sie sicherheitssensible Daten enthalten.

Zum Abschluss: Michael und Raphael werden in Köln noch eine Office 365 Pills im April organisieren und außerdem stellen sie reale Usertreffen auf die Beine, die in regelmäßigen Abständen Abends im Raum Köln stattfinden sollen und sogar Mini-Workshops beinhalten können.

Empfehlenswerte kostenlose Kurse zu dem Thema auf der Microsoft Virtual Academy:

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Das Youtube-Video:

Office 365 Tipp: THE Microsoft exchange & Office 365 Expert Summit

Kaum ist die Office 365 Konferenz zu Ende steht das nächste Event in Köln am Start. Vom 18.-19.02.2015 findet “The Microsoft Exchange & Office 365 Expert Summit”, in den Räumen der Microsoft Niederlassung in Köln statt. Als Sprecher sind dabei:

  • Nicolas Blank (MVP für Exchange, Microsoft Certified Master für Exchange 2010 und Office 365)
  • Martina Grom (MVP für Office 365)
  • Brian Reid (MVP für Exchange, Microsoft Certified Master und Microsoft Certified Solutions Master für Exchange)
  • Andreas Riediger (VP Europe at Netmail)
  • Bernd Vellguth (Strategy Consultant bei Microsoft)
  • Kerstin Rachfahl (MVP für Office 365)

Der Fokus es Events liegt auf Exchange und Exchange Online. Egal in welcher Form Sie Exchange aktuell oder in der Zukunft betreiben, die beiden Welten rücken dichter aneinander und ergänzen sich im Idealfall.

Bei mir wird es im ersten Vortrag um Data Loss Preventation gehen. Wir schauen uns drei Szenarien für den Einsatz von DLP an, nachdem wir uns klar gemacht haben, welche Zielsetzung DLP verfolgt. Je nachdem, wieviel Zeit uns bleibt, schauen wir uns auch noch eine XML Datei einer DLP-Regel an. Im Zweiten konzentrieren wir uns auf die Reports, mit denen wir unseren Office 365 Plan besser im Blick haben. Spannend wird auch das Compliance Center werden, wo alle Arbeiten rund die Unternehmensrichtlinien für alle Produkte zusammengefasst wird. Ob ich es schon Live zeigen kann auf dem Event, weiß ich nicht, bisher fehlt es in meinem Plan.

Insgesamt stehen viele interessante Themen auf der Agenda. Es lohnt sich also vorbei zu schauen. Die Plätze sind begrenzt. Ein Kontingent für Hotelräume ist unter „Netmail“ im art´otel reserviert mit vergünstigtem Preis (€ 97,-). Die Teilnahmgebühr für die Veranstaltung beträgt € 350,- für die zwei Tage. Hört in unseren neuen Podcast rein, der im Laufe der nächsten Woche veröffentlicht wird, dort habt ihr nämlich die Chance an dem Event für den halben Preis teilzunehmen.

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Videointerview: Frank Carius zu Cloud-Bandbreite mit Office 365

Frank Carius ist Senior Consultant bei der Net at Work GmbH und hat vierzehn MVP Awards erhalten. Vielen kennen Ihn vielleicht schon über seine MSXFAQ Webseite oder durch seine vielen Auftritte als Sprecher auf nationalen oder internationalen Konferenzen. Auch auf der Office 365 Konferenz in Köln, 09.-10.01.2015 in dem Räumen von Microsoft, hat er einen Vortrag gehalten, mit dem Titel. “Cloud-Bandbreite mit Office 365”. Ein spannendes Thema für alle größeren Kunden, die über Hybrid-Szenarien nachdenken und wissen möchte, welche Konsequenz das auf ihre Bandbreite hat. Frank kann nicht nur schnell Fakten darlegen, sondern ist auch unglaublich gut im Rechnen von Bandbreiten. Während ich im Kopf noch dabei bin den Unterschied von einer 3 Mbit Leitung zu einer 10Gbit Leitung zu rechnen, hat er schon den gesamten Traffic für ein Unternehmen berechnet.

FrankCVideoViele Kunden machen sich bei der Erwägung von Office 365 Gedanken über Funktionen, Lizenzen und Sicherheit. Dabei vergessen sie oft, dass zwischen den Diensten das Internet steht. Netzwerke, Netzwerkprotokolle, Transport, Firewalls, Proxy oder Ports, all das spielt eine Rolle, wenn wir uns mit Office 365 befassen. Der Vortrag von Frank beschäftigte sich ganz intensive mit der Netzwerktechnologie und welchen Einfluss z.B. Firewalls und Router auf den Transport haben. So rechnen wir mit einem Beispiel von 5.000 User, die er als überschaubare Lösung ansieht (da musste ich fast loslachen, denn für mich ist das eine richtig große Lösung). Jedenfalls brachte er dabei ein Limit ins Spiel, mit dem ich mich nie beschäftigt habe, nämlich das 65.535 Port Limit. Ein Outlook Benutzer kann durchaus mehrere Ports belegen und so gibt es typische fluktuierende Fehler, das Outlook mal funktioniert und mal nicht. So etwas ist schwer zu identifizieren, denn Outlook sagt ja nicht “Hey – da ist kein Port mehr für mich frei” – sondern wartet darauf, dass es wieder eine Verbindung aufbauen kann.

Es gibt viele Werkzeuge, die ein Administrator verwenden kann, um das Benutzerverhalten in seinem Unternehmen zu analysieren, umso festzustellen mit welchen Herausforderungen er rechnen muss, wenn er eine Umstellung oder eine Hybrid-Lösung mit Office 365 in Angriff nimmt. In seinem Blogartikel hat Frank Carius das Thema einmal aufgegriffen. Dabei müssen wir natürlich auch beachten, dass sich Office 365 ständig weiterentwickelt. Gerade was Limits anbelangt haben wir ja in letzten Jahr so einige neue Grenzen aufgestellt. Wie immer, wenn ich mit Administratoren sprechen und dazu gibt es auch noch ein ausführlicheres Interview mit Markus Widl, ist PowerShell ein Begriff der fällt. Mir macht es sehr viel Spaß mit PowerShell zu arbeiten, von daher kann ich nur jedem empfehlen, sich intensiver damit auseinanderzusetzen.

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Das Youtube-Video:

Meine 5 Sicherheitsfavoriten in der Cloud

Sicherheit ist ein zentraler Aspekt, wenn es um die Cloud-Lösungen geht. Ich habe mich von Anfang an mit dem Thema intensive auseinandergesetzt und fand es immer spannend der öffentlichen Auseinandersetzung zu verfolgen.

Bei allem, was ein Cloudprovider in seinem Service anbieten kann, das Vertrauen des Kunden in den Anbieter, bleibt die Kernkomponente von jeder Überlegung, diesen Dienst zu nutzen. Der Serviceanbieter kann noch so sehr die technischen Möglichkeiten herausarbeiten, auf die Funktionen hinweisen, die Kosteneinsparungen, der Kunde braucht die Gewissheit, dass seine Daten in der Cloud sicher aufbewahrt sind. Am Ende trägt er, als Unternehmer die Verantwortung für die Informationen, die sein Unternehmen verlassen.

Neben meinem Job als Technical Consultant für die Public Cloud Lösungen von Microsoft, habe ich einen zweiten Beruf. Ich schreibe Romane und veröffentliche diese bei Amazon als eBooks. Insgesamt sind es inzwischen fünf Stück. Ein Pferderoman, ein zweiteiliger Thriller und zwei Bände einer Fantasy-Reihe. Zur Zeit schreibe ich an meinem sechsten Buch, ein Thriller und diesmal steht eine IT-Sicherheitsexpertin im Mittelpunkt. So konnte ich in den letzten Monaten meine Recherche für das Buch, mit meinem normalen Beruf verbinden und bin dabei auf neue interessante Aspekte gestolpert. Einfach, weil ich den Sachverhalt aus einer neuen Perspektive betrachte.

In diesem Blogpost möchte ich Ihnen meine persönlichen 5 Favoriten darstellen, wenn es um das Thema Sicherheit in der Cloud geht. Und obwohl es Lösungen sind, die aus dem Cloud-Umfeld stammen, können Sie diese genauso gut in einer On-Premise Lösung einsetzen.

1. Just enough Administration (JEA)

Warum müssen Administratoren, wenn sie an einem System arbeiten, die vollen Administrationsrechte für den Server erhalten? Nehmen wir mal an, es gibt einen Supporter, der für die Problemlösungen an dem SQL-Server verantwortlich ist. Braucht er in diesem Fall auch für das Betriebssystem und alle anderen Rollen, die der Server abdeckt, Administrationsrechte? Nein. Gestolpert bin ich über das Thema, weil wir für einen Teil unserer Office 365 Kunden, die Administration des Exchange Servers übernehmen. Mit dem vom Kunden erteilten Recht »Admin on Behalf« können wir zwar die Einstellungen serverseitig vornehmen, doch wir haben keinen Zugriff auf die Inhalte eines Postfaches.

Mit JEA können auch zeitlich begrenzt Rechte vergeben werden. So muss ein Mitarbeiter für den Server ein Sicherheitsupdate einspielen. Er beantragt die Administrationsrechte für diesen Server, gibt das Zeitfenster an und danach sind seine Zugangsdaten sowie seine Rechte abgelaufen. Ich finde das ein geniales Konzept.

2. Data Loss Preventation – DLP

Im Grund genommen muss jede E-Mail, die das Unternehmen verlässt, überprüft auf Daten überprüft werden, die einem besonderem Schutz unterliegen. Oft gibt es betriebsrechtliche Vereinbarungen mit den Mitarbeitern, um all den rechtlichen Anforderungen gerecht zu werden. Mit DLP ist es möglich, Regeln aufzustellen, die dem Mitarbeiter bewusst machen, dass er gerade im Begriff ist, Daten vom Unternehmen herauszugeben, die diesem Schutz unterliegen. Genauso können Regeln aufgestellt werden, dass Daten die an bestimmte Adressen gehen, grundsätzlich verschlüsselt oder von dem Vorgesetzten genehmigt werden müssen. Erst danach verlassen sie das Unternehmen. Ich finde solche »technischen« Unterstützungsmaßnahmen helfen Mitarbeitern, bewusst mit Informationen umzugehen.

 3. E-Mail Encryption

»Das ist doch alter Kaffee«, denken vielleicht viele bei diesem Punkt. Ja ist es und dennoch finde ich es selten in der praktischen Anwendung. Warum? Ich denken je einfacher es für den Benutzer ist eine E-Mail zu verschlüsseln und dabei sicher zu sein, dass der Empfänger für den es bestimmt ist, diese auch Lesen kann, desto mehr wird die Verschlüsselung von E-Mails zu einem normalen Standard. Dahin sollten wir kommen. Es gibt spannende Entwicklungen in dieser Richtung und deshalb lohnt sich ein frischer Blick darauf und ich behalte es weiterhin im Fokus. Witzig ist, dass ich vor kurzem ein Buch von Martin Kuppinger angefangen habe zu lesen »Internet- und Intranet-Sicherheit« erschienen 1998!! – Basis Windows NT, wo ich dachte, unglaublich und wir reden immer noch über dieselben Themen.

 4. Encryption on Rest

Was nutzt es, wenn die Daten verschlüsselt per E-Mail versendet werden, aber dann auf dem Fileserver oder dem E-Mail Client unverschlüsselt liegen? So einfach es sein soll für die Mitarbeiter verschlüsselte Informationen zu versenden, genauso leicht sollte es sein diese Daten auch verschlüsselt abzulegen und aufzubewahren. Im Idealfall merkt der Mitarbeiter, der die Rechte hat, überhaupt nichts von der Verschlüsselung. Er kann völlig normal arbeiten. Erst in dem Moment, wo ein Unbefugter versucht auf die Dateien oder Informationen zu zugreifen, beißt er sich die Zähne aus. Sicherheit sollte einfach sein und sich ohne Aufwand in den Arbeitsablauf integrieren. Auch hier empfinde ich, dass wir zwar schon gute Ansätze haben, aber was die Benutzerfreundlichkeit betrifft, wir noch Nachholbedarf haben. Gleiche Links für zur E-Mail Encryption.

5. Bring your own Key

Bei vielen Kunden kommt die Sicherheitsdiskussion erst so richtig intensiv auf, wenn sie überlegen, einen Cloud-Service zu benutzen. Und wie stellen sie sicher, dass niemand in ihrer Infrastruktur schlüpft? Das Microsoft Azure Team hat einen ganz simplen ersten Ansatz. Überhaupt nicht! Sie gehen davon aus, dass es immer einen gibt, der es schafft, in das System einzudringen. Weshalb sie neben den Maßnahmen einen Einbruch in das System zu verhindern, nach Konzepten suchen, die einzelnen Komponenten der Infrastruktur zu isolieren. So dass wenn ein System fällt, dass andere sicher bleibt. Auf diese Weise ist auch das Konzept von »Just enough Administration« entstanden.

Ein weiterer rechtlich wichtiger Schritt für Microsoft ist es, die Verschlüsselung der Daten, die bei Ihnen auf den Systemen lagern, an die Kunden abzugeben. Die Möglichkeit seinen eigenen Schlüssel mitzubringen oder das Management der Verschlüsselung weiterhin im eigenen Haus auf einer Hardware zu lagern, passt perfekt. Wenn dann das amerikanische Gericht an Microsoft herantritt und die Herausgabe der Daten eines Kunden verlangt, kann Microsoft einfach sagen. »Geht nicht, denn wir kommen gar nicht unverschlüsselt an die Daten dran.«

Die Public Website in SharePoint Online fällt weg

Alle Kunden, die im Januar ein Office 365 Plan abonnieren, der SharePoint Online enthält, können keine öffentliche Webseite mehr anlegen. Für alle Kunden, die diese Funktion in ihrem Office 365 Plan nutzen, gilt eine Übergangsfrist von 2 Jahren, also bis Ende 2016. Statt der öffentlichen Webseite basierend auf SharePoint wird es in Zukunft die Anbindungsmöglichkeit an Drittanbieter Herstellerlösungen geben. Welche das sein werden, ob diese Kostenpflichtig zum Abonnement dazu gebucht werden, all das wird Anfang Januar 2015 bekannt gegeben.

Ich selbst habe in meiner öffentlichen Autorenwebseite, die auf dem Office 365 Small Business Plan läuft, von Anfang an für die aktuellen Meldungen meinen WordPressblog verlinkt. Auch schaue ich mir gerade die Webseitenlösungen an, die über Azure zur Verfügung stehen. Ich könnte mir vorstellen, dass es dort in Zukunft den Anknüpfungspunkt gibt, zumal das Active Directory für die Office 365 Pläne, mit den Anmeldungen zum Dienst, auf Azure läuft.image

Ich bedauere die Entscheidung des SharePoints Team sehr. Von Anfang an hat Microsoft immer wieder betont, dass dieser Bereich von SharePoint nie zu den eigentlichen Schwerpunkten zählte. Basierend auf den Webprotokollen, ist die Zielsetzung von SharePoint eine webbasierte Plattform zur Verfügung zu stellen, auf die von überall mit jedem Webbrowser zugegriffen werden kann. Innerhalb von SharePoint erfolgt die intelligente Ablage von Informationen, können Arbeitsprozesse automatisiert werden, Projekte gesteuert, externe Mitarbeiter eingebunden werden. Der Schwerpunkt ist also die Zusammenarbeit von Arbeitsteams über alle Grenzen hinweg und auch über Unternehmensgrenzen hinaus. Die Sicherheit steht dabei an oberster Stelle und hier sieht das Entwicklungsteam von SharePoint seinen Schwerpunkt. Eine öffentliche Webseite benötigt eine andere Infrastruktur, die einen leichten, anonymen Zugriff auf die Inhalte zu lässt. Das steht im Gegensatz zu dem was SharePoint zur Verfügung stellen möchte.

Für mich war es daher immer klar, dass die öffentliche Webseite unter SharePoint nur eine eingeschränkte Funktionalität zur Verfügung stellt. Mein Gedanke war, in Form eines Baukastensystems, mein Wissen aus der Gestaltung und Funktionalität einer Teamseite, auch gleich für meine Webseite zu verwenden. Das machte für mich den Charme der Lösung aus. Dafür habe ich viele suboptimale Gestaltungs- und Funktionsmöglichkeiten in Kauf genommen, die Lösungen von Drittanbietern, die auf das Thema öffentliche Webseiten spezialisiert sind, locker anbieten. Kleine Unternehmen hatten die Chance überhaupt erst einen eigenständigen Webauftritt zu gestalten und ohne kostenmäßigen Mehraufwand, über die gleiche Struktur zur Verfügung zu stellen, wie sie es bei der Nutzung einer SharePoint Teamseite gelernt haben.

Einer der wichtigsten Aufgaben, wie ich finde, ist die Vereinfachung der IT, durch die Zusammenführung und Verbindungen der einzelnen Funktionsbereiche in einem Portal von dem ich aus alles steuern kann. Das ist auch die Vision, die für mich hinter Office 365, am stärksten ist. Menschen die Möglichkeit zu schaffen, mit einfachen Werkzeugen die IT für ihre Zwecke sicher zu verwenden. Ohne dass sie IT-Experten sein müssen.

Betrachte ich die Entwicklung von Office 365 insgesamt, angefangen bei der Business Productivity Online Suite 2009 bis heute, überrascht mich die Entscheidung des Entwicklerteams von Microsoft nicht. Die Offenheit mit anderen Anbietern zusammenzuarbeiten, eine Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, die Kunden, nach ihren Wünschen gestalten und verwenden können, bedeutet auch einzugestehen, dass das eigene Angebot, die Bedürfnisse der Kunden nicht zufriedenstellen kann. Warum also nicht an dieser Stelle mit den Anbietern zusammenarbeiten, die sich auf dem Markt bewährt haben und diese geschickt anzubinden. Das die Webfunktionalität von SharePoint weit hinter den anderen Lösungen zurücklag, führte dazu, dass nur wenige Kunden überhaupt diese Lösung nutzten. Der verkündete Schritt ist also nur eine sinnvolle und logische Konsequenz aus den Marktgegebenheiten. Schade, ist es trotzdem.

Link zu dem Knowledge Base Artikel (englische, weil die deutsche Übersetzung seltsam klingt):

Informaton about upcoming changes to the SharePoint Online Public Website

Himmlische IT-Podcast Folge 36: Die Office 365 Konferenz

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In diesem Podcast stellen wir die Office 365 Konferenz in Köln vor, die vom 09.01.-10.01.2015 in dem Gebäude der Microsoft Deutschland GmbH stattfindet. Organsiert wird die Konferenz von Martina Grom, Raphael Köllner, Michael Kirst-Neshva, Toni Pohl, Markus Widl und mir. Eigentlich sollte es ein kurzer Podcast werden, doch am Ende stellen wir nicht nur kurz die Themen und Sprecher vor, sondern diskutierten über neue Funktionen, Probleme und unsere Erfahrungen mit Office 365. Nur bei den Developer Sessions, kommen wir voll ins Schwimmen. Natürlich wird es zu den angesprochenen Themen auch noch extra Podcasts geben.

Wenn ihr also jetzt wissen wollt, was der Terminator (alias Arnold Schwarzenegger) oder Data der Android ( alias Brent Spiner in Star Trek next Generation) mit unsere Office 365 Konferenz zu tun hat – Tja dem bleibt wohl nichts anderes übrig als in den Podcast reinzuhören. Der Hashtag für die Konferenz ist #office365konf

Hier geht es zu der Konferenz Seite und zu den Pills: