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Interview mit Nicki Borell zu seinem Buch: Disruption – Das Spiel mit Technologien und Paradigmen

DisruptionSchon als mir Nicki von seinem Buchprojekt erzählte, konnte ich es kaum erwarten es zu lesen. Natürlich lesen sich Sachbücher nie so schnell wie Belletristik. Doch zu meinem eigenen Erstaunen, las ich das Buch von vorne bis hinten durch. Das passiert mir bei Sachbüchern selten. Meine Rezension könnt ihr auf Amazon lesen.

Viel spannender war es jedoch auf der diesjährigen MVP-Summit mit Nicki ein Interview zu seinem Buch zu machen. Da konnte ich dann noch Fragen stellen, die mich nach dem Lesen interessierten.

Hört doch einfach mal rein und erfahrt, warum soviele SharePoint Projekte scheitern. Was lernen die Entwickler der Lösung daraus und was die Kunden?

Ich finde, dass wir in einer total spannenden Zeit leben. Auf der einen Seite ist die Technologie ein Treiber für ein selbstbestimmtes Arbeiten und Leben. Sie bietet mir kreativen Freiraum, öffnet mir zuvor verschlossene Märkte und vernetzt mich mit der Welt. Das diese Freiheit in positiven wie im negativem Sinne genutzt werden kann, löst eine heiße Kontroverse aus zwischen denen, die den Freiraum schützen und denen die ihn Kontrollieren wollen.

Interessanterweise gilt das für die Unternehmen selbst, genauso wie für die Politik. Es gehört Mut dazu Kontrolle abzugeben und die Mitarbeiter/Bürger hinter einer gemeinsamen Vision zu vereinigen.

Aber das ist eine andere Diskussion. Viel Spaß bei dem Interview.

 

Videointerview: Nicki Borell–Next Generation Discovery–Delve, Office Graph und Clutter

NickiBorellVideobeitragMein nächstes Videointerview, auf der im Januar stattgefunden Office 365 Konferenz, in den Räumen von Microsoft Köln, ist mit Nicki Borell. Nicki ist MVP für SharePoint. In seinem Vortrag standen Delve, Offic Graph und Clutter im Vordergrund. Was genau steckt hinter den Begriffen und warum können sie für ein Unternehmen interessant sein? Diesen Frage ging er in seiner Session nach. Den Kerngedanken sehr schön zusammengefasst hat Julia White, GM of Product Marketing, Microsoft Office:

“With Delve, information finds you versus you having to find information”

Von wegen ein Mann ein Wort, eine Frau Tausend. In Nicki´s Worten macht mir das System Vorschläge basierend auf meinen Aktivitäten, welche weiteren Informationen, Dokumente oder andere Inhalte, für mich interessant sein können. Vergleichbar mit den eCommerce Anwendungen z.B. Amazon. Nur dass es hier um mein Arbeitsumfeld geht. Da die Begriffe der Produkte recht neu sind, versuchen wir in dem Interview, die einzelnen Funktionen auf den Punkt zu bringen.

  1. Office Graph: ist der Machinelearning Engine
  2. Delve: ist die Visualisierung der Informationen die Office Graph für mich herausgesucht hat
  3. Clutter: ist die Funktion von Office Graph auf mein E-Mail Postfach bezogen, wobei in Clutter alle E-Mails landen, die weniger aktuelle Relevanz für mich hat

Der Graph ist eine Standardtechnologie, die nicht von Microsoft erfunden wurde, sondern in vielen anderen Anwendungen genutzt wird. So gibt es den Office Graph, Azure Graph, Yammer Graph oder Facebook Graph, um vier Beispiele zu nennen. Es geht darum Signale ( Beispiele: gelesene Emails, angeschaute Dokumente, verfolgte Diskussionen, gesetzte Lesezeichen, Kommunikation mit Kollegen …) des Anwenders zu empfangen, Übereinstimmungen zu finden und Relationen herzustellen. Wer jetzt das Gefühl bekommt wir haben es mit Datenbanken und Statistiken zu tun, der ist auf dem richtigen Weg.

Wird es Delve, Office Graph und Clutter auch für die On-Premise Welt geben?

Nein, denn diese Funktionen machen nur Sinn, wenn Signale empfangen und ausgewertet werden können. Hier geht es um Berechnungen, Geschwindigkeiten und Verarbeitungsprozesse. Wie kann ich die On-Premise Welt an das System anbinden? Indem ich über die API eine Schnittstelle schaffe, die die Signale aus den On-Premise Aktivitäten an die Online Welt weitergibt.

Was denkst Du, was in der On Premise Welt passieren wird?

Das sind wirklich nur Gedankenspiele, denen wir in diesem Teil des Interviews nachgehen. Folgen wir der offiziellen Ankündigung von Microsoft, wird dieses Jahr eine neue On-Premise SharePoint Version herauskommen. Ob weitere folgen werden, wird von den Kunden und ihrem Feedback abhängen. Auf mittlere Sicht, glaubt Nicki, wird es weiterhin eine On-Premise Welt geben. Eine Verschiebung zu Hybrid Szenarien aufgrund der Kostenersparnis, der einfachen Erweiterung des Systems oder Verteilung von Daten ist bereits jetzt im Markt feststellbar. Die kommenden Erweiterungen der Sicherheitsfunktionen für SharePoint Online werden diesen Wechsel weiter beschleunigen.

Was bedeutet ein Hybrid Szenario in SharePoint?

Für alle zugreifenden Personen ist es transparent, ob sie mit der On-Premise Infrastruktur arbeiten oder Online. Die Websitecollections sind getrennt. Die Herausforderungen in der Architektur ist:

  • die Anmeldung (Identity Management)
  • es existieren zwei SharePoint Server (Infrastrukturen)
  • Differenzierung der Daten – was kann in der Cloud liegen, welche Daten verbleiben im Unternehmen

Als wir darüber sprachen, kam mir eine Idee. Ein hohes Risiko bei der On-Premise Infrastruktur stellt die externe Zusammenarbeit mit anderen Partnern im Unternehmen da. Also warum nicht alle Daten, wo eine externe Zusammenarbeit notwendig ist, in die Cloud schieben? Die SharePoint Online Lösung ist für diese Herausforderung strukturiert und bietet viele Sicherheitsfunktionen, die in einer On-Premise Lösung nur mit viel Aufwand, Hardware, Konfiguration und Pflege realisierbar ist (Stichwort: DLP). Von dieser Idee bin ich immer noch begeistert.

Was denkt ihr? Ist das ein interessanter Lösungsansatz?

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Das Youtube-Video: