Argumente für Online Services vom 17.08.2009

mann-felsGestern habe ich mein Mann dazu überredet, dass er mal mit mir intensiver OneNote nutzen soll. Seit längerer Zeit habe ich für uns beide ein “Geschäftsführer” – Notizbuch angelegt, wo ich so alles sammle was für uns beide wichtig ist. Was mich bisher störte war, dass es auf unserem internen Netzwerk lag. Das ist zwar kein Thema, weil ich es “Offline” ja immer auf dem Laptop dabei habe, aber nicht auf meinen anderen Geräten. Also verschob ich das Notizbuch heute auf mein “Onedrive for Business” und synchronisierte es neu mit dem Laptop.

Unübersichtlicher Kabelsalat bei Computer AnschlussDabei zeigte er mir eine Seite in meinem Notizbuch an, die ich schon ewig nicht mehr angesehen habe. 2009 hörten wir zum ersten Mal von den geplanten Online Services, die Microsoft den Business Kunden anbieten wollte. Sofort war ich von dem Thema begeistert und wir organisierten uns einen ersten amerikanischen Account – ja manchmal ist es schon voll cool in der IT Branche zu arbeiten und ein paar Tricks auf Lager zu haben, damit sich was testen lässt. Danach setzte ich mich hin und überlegte, was ich so Klasse fand, aus meiner Sicht als Geschäftsführerin und Controllerin eines Unternehmens. Ich möchte Euch das mal hier aufführen, denn bei aller Diskussion, Marketing, Funktionsschlachten, Begeisterung und Sicherheitsbedenken, sind einige der Punkt, die in meinen Augen weiterhin wesentlich sind, irgendwie in Vergessenheit geraten. Los geht´s!

  1. Reduzierte TCO (Total Cost of Ownership – für die nicht Controller) durch Mietkauf, niedrige Vor- und Einmalinvestition, vorhersehbaren und konstanten IT-Kosten. Hardware braucht – sofern nicht für andere Dinge benötigt – nicht mehr gekauft werden, genauso wenig wie weitere Softwarelizenzen. Es entfällt die Abschreibung –> Miete sind direkte Kosten in der Bilanz.
  2. Entlastung des klassischen Software und Hardware Budgets. So bleibt mehr für z.B. die Produktionssysteme, die die Basis der Umsatzgenerierung für diese Unternehmen sind.
  3. Minimierte Eigenaufwand für den IT-Betrieb z.B. Pflege der Server, den Strom, der Updates, Treiber, Support unterschiedlicher Softwarestände …
  4. Schnelle und genaue Anpassung der Kapazitäten an den realen Bedarf. Exakte Abrechnung  je Nutzer, wobei dies von dem gewählten Service des Kunden zusammenhängt.
  5. Möglichkeit der Kombinierbarkeit entsprechend der Notwendigkeit des Arbeitsplatzes um so eine optimale Mischkalkulation zu erreichen. Ebenfalls abhängig vom gewählten Service –> hier optimal die Enterprise Pläne
  6. Produktivere Mitarbeiter durch einfachere Zusammenarbeit und optimierte Kommunikation (siehe meine aktuelle Verschiebung des Notizbuches) – zusätzlicher Pluspunkt ist das einheitliche Benutzererlebnis durch die Verwendung der selben Plattform, den integrierten Lösungen, die optimal aufeinander abgestimmt sind und der Verwendung der normalen Bürosoftware.
  7. Ein vereinfachtes IT-Management über ein Portal reduzierte die Belastung der IT-Mitarbeiter. Neue Mitarbeiter lassen sich schnell und einfach implementieren und alle sind immer auf dem Stand der neusten Technologie – wie auch immer sie diese verwenden –> aber sie können es!
  8. Schnell Verfügbarkeit von neuen Funktionen und durch die zentralen Updates auf die neuen Versionen, während der Vertragslaufzeit stehen sie allen gleichzeitig zur Verfügung –> Stichwort Neid unter den Abteilungen.
  9. Schnelle Migration in das System und die problemlose Durchführung von Upgrades unter dem “Hintern” der Mitarbeiter –> sie merken es gar nicht, Diskussionsbedarf entfällt.
  10. Extrem hoher Sicherheitsstandard der zertifizierten Microsoft Rechenzentren toppt bei den meisten Unternehmen deren bisheriger Sicherheitsstandard bei den Serversystemen und dem Zugang zum/über das Internet
  11. Flexibler Mischbetrieb mit den lokalen Serverlandschaften ist möglich. Dadurch ist die IT-Anpassung bei neuen Aufgaben, neuen Zukäufen von Unternehmen und die Bereitstellung eines adäquaten Services für verschiedene Nutzergruppen möglich.
  12. Eigene interne IT-Landschaft kann vom Internet abgekapselt betrieben werden, während die Standarddienste ausgelagert sind –> Erhöhung der Sicherheit für die relevanten und schützenswerten Daten.

Ehrlich, das habe ich tatsächlich alles im August 2009 für uns ausgearbeitet. Also vor mehr als viereinhalb Jahren. Lese ich die Liste, frage ich mich ernsthaft – warum so viele Unternehmen in Deutschland, tatsächlich noch zögern in das Thema, dort wo es ihnen Vorteile verschafft, einzusteigen.

Kerstin Rachfahl
 

Kerstin Rachfahl ist Internationale Betriebswirtin (IBS) und eine der geschäftsführenden Gesellschafter der Rachfahl IT-Solutions GmbH. Sie ist für den kaufmännischen Bereich des Unternehmens verantwortlich. Ihre Themen in den Blogs sind Cloud Computing und Microsoft Lizenzierung.

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