
Selbst Studentin, war ich gespannt darauf wie Steve Ballmer, CEO von Microsoft, das Thema Cloud Computing in seinem Vortrag an der University of Washington besprechen würde.
Ich beschäftige mich zurzeit selbst viel mit dem Thema, wenn es während meines Praktikums bei der Rachfahl IT-Solutions um die Microsoft Online Services geht und ich muss sagen:
Ich war überrascht und auch etwas verwirrt nachdem ich das Video gesehen hatte. Gerade die zwei Praxisbeispiele die in dem Video präsentiert werden entsprechen gar nicht meiner Vorstellung von Cloud Computing.
Meine Vorstellung von Cloud Computing ist ähnlich dieser:
„Unter Ausnutzung virtualisierter Rechen- und Speicherressourcen und moderner Web-Technologien stellt Cloud Computing skalierbare, netzwerk-zentrierte, abstrahierte IT-Infrastrukturen, Plattformen und Anwendungen als on-demand Dienste zur Verfügung. Die Abrechnung der Dienste erfolgt nutzungsabhängig.“
(Baun, Christian u.a.: Cloud Computing, Web-basierte dynamische IT-Services, Berlin u.a., Springer-Verlag, 2010 )
Der Vortrag gliedert sich in fünf Dimensionen des Cloud Computing, die sinngemäß wie folgt lauten:
Soweit für mich klar. Interessant sind nun aber die Praxisbeispiele die ich wie gesagt nicht sofort dem Cloud Computing zugeordnet hätte:

Die Vorstellung ist es, in der Karte Fotos, Videos und Blogeinträge von dem jeweiligen Ort an dem ich mich in der Karte befinde anzuzeigen. Also Inhalte die andere Nutzer im Netz bereitgestellt haben in die Karte einzubinden. Die Cloud lernt Daten zu interpretieren und in einen Zusammenhang zu bringen ohne dass ich mir die Einzelinformationen aus dem Internet zusammen suchen brauche.
Beispiel Reise nach Griechenland: Es wird mir angezeigt, wie ist das Wetter, Flüge, historische Informationen zu der Region zum Land, Essen, Veranstaltungen, die Menschen, empfohlenen Restaurants von den Griechen…
Bing maps hat auf mich einen tollen Eindruck gemacht, ich freue mich schon wenn ich es nutzen kann, um zum Beispiel Urlaube zu planen.
Ergebnis ist das man zusammen mit seinen Freunden virtuelle Fernsehabende verbringen kann. Man sitzt auf einem virtuellen Sofa kann sich über das Programm unterhalten und mit seinem virtuellen Charakter Emotionen während des Guckens ausdrücken.
Diese Anwendung ist für mich persönlich nicht so spannend, aber für Anhänger von Online Spielen ist es bestimmt eine tolle Erweiterung.
Das sind also die Anwendungen die ich in einem Vortrag über Cloud Computing nicht erwartet hätte, da ich immer eher die Business Anwendungen im Kopf hatte, wie eben die Microsoft Online Services. Tatsächlich ist die Cloud aber viel mehr und ich denke auch noch längst nicht am Ende mit allen den Möglichkeiten, die hier aufgezeigt werden. Interessant fand ich die soziale Komponente, dass wir miteinander etwas machen können ohne in einem Raum oder einem Land zu sein. Die Lernkomponente, dass wir von dem Wissen aller Menschen profitieren. Und was mir persönlich überhaus wichtig ist als Mensch, die Garantie der Anbieter auf meine Privatsphäre. Ich entscheide, welche Informationen ich preisgeben möchte und welche nicht.
Der Begriff Cloud Computing wird in dem Vortrag für mich erstaunlich weit gefasst, die Vortragsart von Steve Ballmer ist sehr unterhaltsam und das Video in jedem Fall sehenswert.