Microsoft Ignite 2015 mit Julia White

20150824-Julia2Als ich meinen amerikanischen MVP-Lead Kady spontan fragte, ob ich auf der Microsoft Ignite 2015 in Chicago ein Interview mit Julia White, General Manager Office, machen dürfte, dachte ich nicht wirklich daran, dass das klappen würde. Immerhin war die Ignite dieses Jahr das einzige, richtig groß Event von Microsoft. Neben dem Top-Management waren unglaublich viele Produktmanager da, womöglich sogar alle und standen in Sessions und auf dem Stand für Informationen zur Verfügung. Als dann das „Ja“ kam, war ich erst einmal Fassunglos. So ganz konnte ich es nicht glauben, bis ich hinten in dem abgesperrten Bereich mit meiner Kamera stand, wo die Besprechungsräume lagen. Entsprechend nervös war ich beim Start des Interviews.

Julia ist mir total sympathisch. Sie ist so ein echter quierlige Rotschopf, mit unglaublich viel Energie. Den Tag zuvor hatten wir uns bereits bei der „Women in IT“ – Veranstaltung gesehen, wo ich fasziniert zu hörte, mit welchen Problemen manche Frauen in ihrem Berufsleben zu kämpfen haben. Da für mich von Anfang an klar war, dass ich mich selbstständig mache, nahm ich meine festangestellten Jobs recht locker. Schließlich waren sie nur ein Zwischenstopp auf meinem eigentlichen Ziel das eigene Unternehmen.
Deshalb interessierte mich dann auch als erstes, wie Julia zu ihrem Job bei Microsoft gekommen ist. Immerhin hat sie Psychologie und Kommunikationswissenschaften studiert und nicht Informatik.

Spannend auch für mich zu wissen, wie sich ihr Leben durch Office verändert hat. Das Interview hörte ich mir schon mehr als einmal an. Obwohl nur knapp zehn Minuten lang, stecken hier jede Menge Informationen und Ideenansätze drin. Einiges davon verwende ich meinem neuen Roman, den ich im Dezember 2015 veröffentlichen werde und dessen Arbeitsname zur Zeit lautet: „Himmlische-IT – eine zweite Chance“. Er handelt diesmal von einer jungen Consulterin, die in dem Unternehmen ihres Vaters Office 365 einführt und sowohl beruflich, als auch in der Liebe vor einer Herausforderung steht.

Doch zurück zu Julia. Es sind zwei wichtige Bausteine die, die Vision von Office in den nächsten Jahren prägen. Die Eine ist, das die Interaktion mit dem Computer völlig natürlich erfolgen soll. Ich denke weder über Technik nach, noch über Probleme, sondern nutze die Möglichkeiten. Ja ich weiß, dass hört sich völlig utopisch für uns ITler an, die ständig mit den Fehlern, Abstürzen und Problemen zu kämpfen haben. Doch ich besitze seit neustem ein aktuelles Beispiel von Technik, wo ich nie drüber nachdenke und was tagtäglich für mich arbeitet. Mein Withings Activité Pop. Ein Uhr an meinem Handgelenk, die meinen sportlichen Aktivitäten und das Schlafen erfasst, sowie mich morgens mit einem sanften Vibrieren weckt.

Der zweite Baustein hängt eng mit diesem Ersten zusammen. Nie mehr Anwender für die Technologie trainieren. Technologie arbeitet für uns ohne dass wir erst dicke Handbücher wälzen, uns Videotutorials ansehen oder im Internet recherchieren müssen. Zugegeben, bei manchen Updates von Softwareprodukten, bekomme ich eher das Gefühl, es wird schwieriger als leichter. Wohingegen ich z.B. Sway intuitiv für meine Bedürfnisse direkt einsetzen konnte. Für mich im Moment das Beispiel, für eine moderne App. Dazu gibt es auch noch ein Blogpost mit dem Interview von David.

Warum ist das bei Office zur Zeit eine Vision? Weil Office aufgrund seinem langjährigen Bestand in der modernen Arbeitswelt ein großes Erbe mit sich herumschleppt. Da gibt es die Tastenkombinations-Virtuosen, die natürlich weiterhin möchten, dass alles so möglich ist wie bisher. Zu jedem Realse finden wir Fans, Mensche die sich lange in die Versionen eingearbeitet haben und den Weg nicht noch einmal gehen möchten. Veränderung bedeutet Umstellung, Anstrengung und das bei all den sowieso steigenden Anforderungen, die das Berufsleben von uns fordert.

Die Frage ist, wie können wir das Erbe und die Vision zusammenbringen?

Ein Beispiel ist im Outlook 2016 das Versenden von Dokumenten. Befindet sich das Dokument auf meinem Cloud-Speicherplatz, dann hängt Outlook statt der Datei, einfach den Link in meine E-Mail. Natürlich kann ich es ändern, wenn ich das möchte. Aber wieso sollte ich das? Schwupp muss ich meine Mitarbeiter gar nicht mehr trainieren wie sie einen Link versenden. Es ist einfach der moderne, optimalere Weg.

Völlig genial die Vorschlagsliste. Ich schicke eine E-Mail, wähle Anhang aus und es erscheint eine Liste, der Dokumente an denen ich zuletzt gearbeitet habe. Ich weiß gar nicht, wie viel Zeit ich damit in den letzten Wochen schon gespart habe.

Was habt ihr neues in Office 2016 entdeckt, was euch das Leben erleichtert? Ich freue mich von Euch darüber zu hören.

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